Giganten glühen im Takt
Bückeburg. Gelungener und stimmungsvoller hätte es
kaum sein können: An den beiden mittleren Tagen der
Landpartie auf Schloss Bückeburg hat das große
Ballonglühen vor dem Mausoleum den prachtvollen
Abschluss zweier an sich schon wunderschöner
Landpartie-Tage geboten.
An allen beiden
Abenden konnte Michael Grub, Veranstalter der
mittlerweile fünften Montgolfiade, erneut Hunderte von
Zuschauern begrüßen, die mit Begeisterung verfolgten,
wie die Heißluftriesen vor der malerischen Kulisse von
Mausoleum und Nachthimmel im Takt zu klassischer und
moderner Musik von innen erleuchtet wurden.
Dem Publikum beim Ballonglühen gab Veranstalter Grub zur
Veranschaulichung der Dimensionen einige technische
Daten bekannt: Zwischen 3000 und 4000 Kubikmeter Luft
fassen die Heißluftgiganten, die zwischen 20 und 30
Meter hoch sind und im Durchmesser um die 20 Meter
betragen. An Tuchfläche bringt ein Heißluftballon 1000
bis 1200 Quadratmeter auf die Waage – das Grundstück
eines Einfamilienhauses mit Garten.
Als kleines Schmankerl beteiligten sich in diesem Jahr
vier kleine Modellballone – zwei von André Schulz aus
dem Kalletal, zwei von Jürgen Meier aus Minden – um dem
Publikum auf der Mausoleumswiese Technik und
Verfahrensweisen des Ballonfahrens und der Fuchsjagd zu
veranschaulichen.
An den späten Nachmittagen waren die Teilnehmer der
fünften Montgolfiade wieder zur traditionellen Fuchsjagd
um den Pokal des Fürsten gestartet. Dabei fuhr
Veranstalter Grub jeweils im so genannten „Fuchs“
voraus, um in einem zuvor vereinbarten Zielgebiet ein
Landekreuz zu platzieren. Die im Abstand von einer
Viertelstunde folgenden Heißluftballone hatten die
Aufgabe, in so geringer Entfernung wie möglich zum
Landekreuz einen Sandsack, den so genannten „Marker“,
abzuwerfen.
Gewinner des Fürstenpokals wurde in diesem Jahr
Ballonfahrer Martin Ottermann aus Bad Homberg.
Im kommenden Jahr, wenn die nächste Landpartie auf
Schloss Bückeburg steigt, möchte Organisator Grub die
Montgolfiade mit noch mehr Attraktionen für das Publikum
ausbauen.
Dabei sollen dann noch mehr Modellballone auf die
Mausoleumswiese kommen. Eines seiner erklärten Ziele
erläutert er dabei schon jetzt: „Ich würde mir vor allem
beim Start unserer Ballone am späten Nachmittag mehr
Zuschauer wünschen.“ jp
Veröffentlicht am 25.05.2008 21:24 Uhr